Hühner im Winter

Gesunde Hühner (und damit auch unsere Silverudds Rassen) mit einem intakten Federkleid können Kälte sehr gut vertragen, selbst bis minus 50 Grad würden sie aushalten ohne dass ihre Körpertemperatur gefährlich absinken würde.

Wichtig ist aber ein trockener und zugfreier Stall, weil ansonsten schnell die Möglichkeit einer Erkältung besteht. Von unseren Hühnern kennen wir dass sie sich auch im Winter aus dem Stall wagen, von daher ist es gut wenn sie dann auch außerhalb des Stalles einen von oben trockenen und windfreien Unterstand haben wo sie sich gegebenenfalls unterstellen können.

Eine zu hohe Feuchtigkeit im Stall kann schon bei wenigen Minusgraden zu Erfrierungen an Kamm und Kehllappen führen. Auch ist es sinnvoll darauf zu achten solcher Art Tränken aufzustellen bzw zu hängen in denen die Hühner, vor allem auch die Hähne beim Trinken nicht ihre Kehllappen ins Wasser hängen können. Auch wenn unsere Hühner im Winter weniger Wasser aufnehmen als im Sommer, ist es dennoch sehr wichtig das sie auch in der kalten Jahreszeit ständigen Zugang zu frischem, sauberen Wasser haben.

Eine gute Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung wird durch Wasser gewährleistet, ebenso spielt Wasser eine große Rolle bei der Verdauung und bei der Ausscheidung zum Beispiel von Toxinen. Wasser hilft den Hühnern ihre Körpertemperatur zu regulieren und das halt eben nicht nur im Sommer. Von daher bitte darauf achten das die Tränken auch bei Minusgraden eisfrei bleiben.

Die natürliche Lichtzeit im Winter ist völlig ausreichend damit unsere Hühner ihren
Erhaltungsbedarf über die Futtermenge die sie in der Zeit aufnehmen, decken können. Da der Erhaltungsbedarf ab unter 5 Grad Celsius aber steigt, müssen Hühner ein wenig anders gefüttert werden als in den wärmeren Monaten, sogar die Silverudds Rassen aus im Winter nicht so lichtstarken Regionen.

Es ist an den Mehrbedarf von Vitamin- und Mineralstoffen zu denken, auch der Energiegehalt des Futters sollte höher sein und proteinreicher gefüttert werden. Dies kann man für den Vitamin- und Mineralstoffbedarf durch entsprechendes zufüttern mit saisonalem Obst und Gemüse erreichen, für mehr Proteine über die Zufütterung von Mehlwürmern, Bachflohkrebse, Soldatenfliegenlarven, aber auch pflanzlich über Erbsen und Bohnen zum Beispiel, sowie Molkepulver ist möglich und vieles mehr. Aber auch oder stattdessen kann man die erhöhten Bedarfe übers Trinkwasser zusetzen und / oder einem Weichfutter. Um den erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf im Winter zu decken ist es sogar gut tagsüber mehr Weichfutter anzubieten. Dieses wird schneller verdaut als Körnerfutter, dadurch können die Hühner in kürzerer Zeit mehr davon aufnehmen. Entsprechend höher ist die aufgenommne Menge an Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen welche eh schon im Futter sind plus die zugesetzte Menge.

Also am Tag angefeuchtetes Legemehl und am Abend dann ein gutes gehaltvolles Körnergemisch, welches dann entsprechend langsamer in der längeren Dunkelphase verdaut werden kann. Dem Leistungsbedarf einer Henne hingegen kann im Winter nur über zusätzliches künstliches Licht begegnet werden. Damit Hennen die Menge an Energie und Nährstoffe aufnehmen können um Eier zu legen, muss der Tag künstlich verlängert werden, damit sie mehr Zeit zur Futteraufnahme haben.

Ein herzliches Danke an Regina Masuch !